Der 1. FC Branntweinbach wurde als Hobby-Fußballverein gegründet – und das ist er bis zum heutigen Tage.

Als Verein entstand er aus einer Feier heraus, die die damalige vergangene Fußballsaison beschloss. Und auch heute noch sind – neben dem Spiel mit dem Ball – die verschiedenen Feste das wohl wichtigste im Vereinsleben.
So haben sich drei Feierlichkeiten im Jahr schon lange fest etabliert: Die Fahrradtour, das Vatertagsfest und die Saison-Abschlussfeier.

Doch diese Feste funktionieren nicht von allein. Es steckt immer eine gewisse Arbeit darin. Vor allem im Hintergrund wird bereits Tage zuvor geplant, eingekauft und vorbereitet.
Das wichtigste von allen Dingen ist (natürlich) die Versorgung der Gäste mit Speis und Trank.

Und diese Aufgabe übernehmen nun schon seit vielen Jahren unser Präsident Xaver und vor allem auch seine Ehefrau – von uns gerne mal „First Lady“ genannt –  




Sophie Förg

 


Um diese Arbeit einmal in den Vordergrund zu stellen, sprachen wir mit ihr über die Organisation unserer Feste.
 

Hallo Sophie, du bist wohl die Hauptverantwortliche in Sachen Versorgung für unsere Vereinsfeste. Erzähl’ doch mal, wie läuft denn das Ganze so ab? Wann beginnt der Einkauf? Wer kauft was ein? Wie viel, für wie viele Leute wird eingekauft? 

Tja, wie viel? Das kommt drauf an. Es ist ja ein Unterschied, ob z. B. für den Vatertag oder den 1. Mai eingekauft wird. In der Regel rechnen wir (mit „wir“ gemeint sind Xaver und Sophie, Anm. d. Red.) so für 45 Personen. Das sind dann 8 Kilo Fleisch, ca. 800 g Gewürze, 8 Päckchen Spätzle a 2,5 Kilo, 2 Pfund Kaffee, Senf, Ketchup, Saucen und weiteres Zubehör.
Eingekauft wird bereits 2 Tage vorher, weil das Fleisch ja gewürzt und eingelegt werden und anschließend durchziehen muss. Dafür haben wir im Keller extra einen großen Kühlschrank, der eigentlich nur für den Verein und zu diesem Zweck benutzt wird.

Und wer besorgt nun was?  

Die Getränke besorgt immer Xaver. Dabei muss das Fassbier im Voraus bestellt werden, mit dem ganzen Zapfsach’. Das geschieht eine Woche vorher. Mittlerweile brauchen wir dabei schon gar kein Pfand mehr zu bezahlen, wie normalerweise üblich.
Ja und den Rest, den besorg’ ich.

Wo kauft ihr eigentlich konkret ein? 

Vorwiegend im Kaufland, weil es dort alles in einem Laden gibt. Es sei denn, das Putenfleisch ist mal wieder recht teuer, dann wird bei Lidl eingekauft, weil’s da auch immer gute Qualität gibt.
Bei den Getränken sieht’s so aus: Nichtalkoholisches wird auch größtenteils im Kaufland geholt, alkoholische Getränke – also das Bier – beim Getränkehändler Grieb.

Du organisierst auch den ganzen Ablauf für eine Feier? D. h. du regelst, wer was macht bzw. mitbringt (Salate, Kuchen)? 

Nein, das machen wir gar nicht mehr. Weil, wenn ich das einteile, so wie früher, dann passt es dem oder dem nicht. Da sagt der eine: Ich will lieber den Kuchen oder jenen Salat machen, den jetzt der andere macht und so weiter.
Darum sag ich nun schon seit längerem: „Bringts mit, was ihr machen wollts!“

Und das klappt jetzt so? 

Super! Keiner mault mehr. Es reicht auch immer von der Menge. Und von jedem ist was da, jeder bringt was mit. Mittlerweile ist jeder zufrieden.
Nur ab und zu werd’ ich noch gefragt: Was soll ich machen? Was brauchen wir noch?
Aber auch da antworte ich nur: „Mach, was du magst!“ Und wenn mal was doppelt gemacht wird, ist’s ja auch kein Problem.




Nicht nur im Vorfeld, auch während der Feiern packt Sophie mit an (wie hier am Grill)

 


Wie habt ihr – du und Xaver – denn das erste Fest organisiert? Habt ihr damals zu wenig eingekauft? Oder gar etwa zu viel? Was hat sich verändert
 

Ganz zu Beginn haben wir uns am Halusa Helmut (unser erster Präsident, Anm. d. Red.) orientiert, vor allem an der Einkaufsmenge. Das ist ja auch heute noch schwierig, genau vorauszusagen. Man weiß nie sicher, ob alle kommen. Mal sind’s 8 Gäste mehr, mal 8 weniger.
Dann hat man am Anfang auch immer Preise und Prospekte verglichen und man ist auch mehrere Geschäfte abgelaufen. Aber heute sind’s, wie schon erwähnt, eben nur noch 2.
Was das Essen betrifft, gab’s zu Anfang auch nur Schweineschnitzel. Mittlerweile sind’s 2/3 Pute und 1/3 Schwein, weil das Putenfleisch einfach beliebter ist. Neuerdings kaufen wir die Putenschnitzel am Stück und schneiden sie selber, weil wir so gleichmäßigere Stücke bekommen.
Zu den Getränken kann man sagen, dass anfangs gar kein Wasser getrunken wurde, dann gab’s eine Zeit, in der viel Apfelschorle gefragt war und mittlerweile sind Cola-light und Spezi und eben auch Mineralwasser der Renner.

Wie beurteilst du die Mitarbeit im Verein – vor und während eines Festes?

Es ist super jetzt! Da kann ich auch gar nix sagen. Es finden sich immer Freiwillige, die mithelfen. Hat sich schon ganz toll eingespielt.

Gab es schon mal Beschwerden oder Kritik, ob evtl. das Essen nicht gut oder zu wenig war? 

Ne, gar nicht! Wenn, dann nur positiv, wie nach den letzten beiden Festen. Da kamen viele und meinten: „Das Fleisch ist aber gut gewürzt.“.
Wir haben nun eine andere Art des Würzens, zudem ein besseres Gewürz. Das hab’ ich aus Südafrika mitgebracht. Aber auch von hier gibt’s jetzt eine gute Mischung.

Gibt es eigentlich Unterschiede in der Organisation zwischen den verschiedenen Festen?  

Zwischen Vatertag und dem Abschlussfest nicht. Der 1. Mai (Tag der Radtour, Anm. d. Red.) ist dagegen völlig anders: Salate und Kuchen bleiben, ansonsten gibt es da nur Würstel und Kräuterbaguette, das ja jetzt immer fleißig mitgeschmiert wird, im Gegensatz zu ganz früher.
Am 1. Mai brauchen wir 12 – 15 Baguette und Rusticana-Brot, das ist mittlerweile beliebter. Dazu kommen noch 12 Kräuterbutter, die Würstel selbst machen 8 Kilo aus. Und wenn hier was übrig bleibt, wird’s für den Vatertag verwendet, da der meistens recht zeitnah liegt.

Wir schreiben uns auch immer auf, wie viele Personen beim Fest dabei waren, um für die Zukunft zu wissen, was wir jeweils brauchen. Immer gilt jedoch: Lieber zu viel als zu wenig (Es soll ja schließlich keiner verhungern. Anm. d. Red.). Was übrig bleibt, das hat sich jetzt schon so bewährt, gibt’s dann immer am nächsten Tag für die, die alles aufräumen.

Noch ein Unterschied: Am Vatertag wird mehr Fleisch gegessen als am Abschlussfest, im Schnitt 1 Kilo. Das liegt wohl daran, weil es am Vatertag nach dem Fussballspiel erst Mittagessen und später Kaffee und Kuchen gibt, während beim Abschlussfest erst Kaffee und Kuchen und dann das Essen auf dem Programm stehen. 

 

Es läuft wie "geschmiert":

Es wird fleißig mitgeholfen beim Baguette-Schmieren am
1. Mai
 



Eine Frage am Rande: Du bist nun seit 1997 – seit dein Mann eben Präsident ist – immer voll am Vereinsgeschehen beteiligt. Warum bist du eigentlich nicht selbst ein Vereinsmitglied?
 

Kann ich gar nicht beantworten. Weiß ich jetzt nicht. Hat sich einfach nie ergeben.

Letzte Frage: Wann können wir mit dir als Mitglied rechnen? 

Jetzt gleich! D. h. ab der kommenden Saison. 

Sophie, für das Interview im Namen unserer Website, vielen Dank! 

Gern g’scheh’n!

  

Letzte Anm. d. Red.: Liebe Sophie, herzlich willkommen im Verein!