Der Fasching kommt nun in seine letzte, seine aufregendste und bedeutendste Phase. Garden treten an den verschiedensten Stellen auf, in Gaststätten und Veranstaltungshallen finden Bälle statt und die Faschingsumzüge schlängeln sich durch die Straßen – wenn auch heuer ohne Beteiligung des 1. FC Branntweinbach (wie vorab schon gemeldet).

Was sich aber am Fasching vor fast 20 Jahren abgespielt hat, das verraten wir hier in  


  Die ungelösten Fälle unseres Vereins


Jetzt enthüllt: Wie Branntweinbach unschuldige Personen köderte und zu Mitgliedern machte

Ein nicht allzu ernst zu nehmender Bericht - passend zur Faschingszeit!

 

Es war eben in der Faschingszeit 1996 und zwar genau während des Faschingsballs, den die Pfarrei Christkönig alljährlich in der Hammerschmiede veranstaltet.

 

Dort im Pfarrheim „Edith Stein“ schlugen sie zu – die Häscher* des FC Branntweinbach auf der Suche nach neuen Opfern – sprich Mitgliedern – für ihren noch recht jungen Verein (dieser wurde ja erst 1990 gegründet).

(* ein Häscher wird als Person definiert, die im amtlichen Auftrag jemanden verfolgt, hetzt und zu ergreifen versucht)

Und wo kann man solche Opfer leichter finden als auf einem feuchtfröhlichen Faschingsball, wenn die Stimmung ausgelassen ist und der erhöhte Alkoholpegel einen selbst zu Aktionen verleitet, die man sonst sicher nicht begangen hätte.

Und so funktioniert der Trick: Dem ausgesuchten Individuum wird - während es gerade in allerbester Partylaune ist - das „Blaue vom Himmel“ über die Möglichkeiten und Vorzüge im Vereinsleben des 1. FC Branntweinbach versprochen und noch bevor die Person darüber nachzudenken beginnt, wird ihr ein bereits aufgesetzter (also teuflisch vorbereitet) Vertrag vorgelegt, den es nur noch zu unterschreiben braucht und das ewige Glück wäre somit erworben.

Die Zielperson (das Individuum/das Opfer) kann in diesem Augenblick gar nicht anders, als den Vertrag zu signieren und ist ab diesem Zeitpunkt „gefangen“ in der Welt des grün-weißen Hobbyclubs.

Als Beweis liefern wir hier die Kopie eines eben solchen Original-Vertrags von 1996. Wenn man genau hinsieht, erkennt man sogar, wie billig dieser so genannte „Vertrag“ gefertigt wurde. Durch das Papier schimmert nämlich noch die Tischreservierung vom Faschingsball hindurch (in Spiegelschrift zu erkennen). Professionell sieht anders aus, aber funktioniert hat’s trotzdem.

(Ganz nebenbei erfährt man, dass der Mitgliedsbeitrag damals noch bei 35 DM lag - heute 20 €.)


Gleiches Spiel, anderer Ort – jedoch bereits anderthalb Jahre vorher. Der Anlass für die feuchtfröhliche Stimmung dieses Mal: die Geburtstagsfeier eines 4-jährigen Kindes (das etliche Jahre später übrigens selbst – und aus freiem Willen – zum FCB-Mitglied wurde) in der Hammerschmiede.

Gnadenlos wurde auch hier die Party ausgenutzt, um einem Unschuldigen einen Vertrag (der zudem noch den Anschein erweckt, er wäre von ihm selbst verfasst worden) vorzulegen und anschließend unterschreiben zu lassen.

Aber mit gefügig machenden Drogen (sehr wahrscheinlich war auch hier Alkohol im Spiel) und Druck vom gesamten Umfeld (einige Branntweinbachler im Raum), wurde auch hier das Ziel erreicht und ein neues Mitglied „gefangen“.

Zum Beweis gibt’s auch hier eine Kopie des Original-Vertrags (oder wie immer man diesen Zettel nennen will) von 1994.

 

(Gültig, trotz unvollständigem Satz - der nächste Termin war übrigens das Jahr 1995)


Wer weiß, wie viele weitere Personen auf diese Weise Opfer der Mitglieder-Falle wurden. Es ist jedenfalls von einer hohen Dunkelziffer auszugehen. Vielleicht meldet sich aufgrund dieses Berichts ja noch der ein oder andere und man erfährt mehr über die Machenschaften der frühen FCB-Jahre.

Glücklicherweise konnten wir von der Website-Redaktion zwei Fälle ausfindig machen und diese nun veröffentlichen.

Somit gibt es jetzt 2 „ungelöste Fälle unseres Vereins“ weniger.

 

Und dennoch: Wir bleiben weiter dran an der
  

Übrigens: Beide betroffenen Mitglieder (Stefan und Herbert) haben sich bis heute nicht über diese Methode beschwert. Den Schritt zum FC Branntweinbach haben sie vermutlich nie bereut, denn schließlich sind sie immer noch mit Leib und Seele ein Teil dieses Clubs.